Die Kampagne

Die Kampagne FRAUEN SICHER UNTERWEGS wurde im Jahr 2017 von der Beratungsstelle Frauen-Notruf Münster initiiert.

Die Kampagne FRAUEN SICHER UNTERWEGS dient zur Stärkung des Sicherheitsgefühls von Frauen und Mädchen, die in der Öffentlichkeit unterwegs sind. Gleichfalls steht die Kampagne für die Unterstützung von Frauen untereinander. Zu der Kampagne gehören unterschiedliche Erkennungszeichen, z.B. reflektierende Schnapparmbänder, Fahrradaufkleber und Sicherheitswesten. Frauen, die eines dieser Erkennungszeichen tragen, signalisieren anderen Frauen damit, dass sie ansprechbar sind, z.B. um ein Stück gemeinsam mit dem Fahrrad zu fahren oder auch nebeneinander an der Bushaltestelle zu stehen.

Hintergründe zur Kampagne

Der Kampagne FRAUEN SICHER UNTERWEGS ging eine Umfrage zu Belästigungserfahrungen von Frauen in Münster voraus. Diese Befragung wurde seitens der Beratungsstelle Frauen-Notruf Münster e.V.  von Herbst 2014 bis Sommer 2015 durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, einen Überblick über die Häufigkeit von sexueller Belästigung im öffentlichen Raum zu bekommen.

Insgesamt nahmen an der Umfrage über 400 Frauen teil. Gefragt wurde beispielsweise nach taxierenden Blicken oder anzüglichen Bemerkungen, aber auch nach unerwünschten Berührungen und tätlichen Angriffen.

Zentrale Ergebnisse der Umfrage:

  • 75% der befragten Frauen wurden schon mindestens einmal sexuell belästigt, zumeist in den letzten 12 Monaten vor der Befragung.
  • Fast jede 2. Frau (49,8%) hat schon mindestens einmal mitbekommen, dass eine andere Frau in der Öffentlichkeit belästigt wurde.
  • 83,5% aller befragten Frauen gaben an, dass sie die Angst kennen, an öffentlichen Orten belästigt zu werden.
  • Die meistgenannten Orte der Belästigung waren die Straße (30,9%) und die Kneipe (22,2%) gefolgt von den öffentlichen Verkehrsmitteln (14,4%).
  • Fast jede 3. Frau (27%) gab an, dass sie bestimmte Orte zu bestimmten Tageszeiten nicht mehr alleine aufsucht.

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse hat die Beratungsstelle Frauen-Notruf Münster die Kampagne FRAUEN SICHER UNTERWEGS initiiert.

Mitmachen

Jede Frau kann bei der Kampagne FRAUEN SICHER UNTERWEGS mitmachen. Entweder dadurch, dass sie selbst ein Erkennungszeichen trägt oder indem sie sich einer Frau mit einem solchen anschließt.

Es gibt unterschiedliche Erkennungszeichen, so z. B. Fahrradaufkleber, reflektierende Schnapparmbänder und Leuchtwesten. Die Leuchtmaterialien tragen zudem in der dunklen Jahreszeit dazu bei, dass Sie im Straßenverkehr besser gesehen werden.

Hier erhalten Sie die Erkennungszeichen

Sie können die Materialien zur Kampagne kontaktlos bei uns in der Beratungsstelle auf der Heisstraße 9 zu folgenden Zeiten abholen:

Montag bis Donnerstag von 10-16 Uhr und Freitag von 10–12 Uhr.

Und in diesen teilnehmenden Geschäften:

Vielfachglück, Lieblingsstücke, Sportzentrum Hochschulsport, Aaseewomen, XXL Hürter, Fahrrad Matzinke, Lila Leeze, Drahtesel, Velofaktur, Bikeshop Kneuertz, Bike&More, Radschlag, Traix Cycles, Jib Fahrradwerkstatt

Selbstleuchtender Fahrradaufkleber

Der Aufkleber ist im Dunkel selbstleuchtend, sofern er genügend Tageslicht gespeichert hat. Den Aufkleber können Sie gut sichtbar auf das Schutzblech Ihres Fahrrads anbringen.

Reflektierendes Schnapparmband

Das Schnapparmband können Sie z. B. beim Spazierengehen, Joggen oder auch beim Fahrradfahren tragen.

Reflektierende Sicherheitsweste

Die Sicherheitsweste ist als Erkennungszeichen besonders gut sichtbar. Sie können die Leuchtweste beim Fahrradfahren, Joggen oder Spaziergehen tragen.

News

Neues rund um die kampagne

Armbändern, Aufkleber und Sicherheitswesten

Heute könnt ihr euch neben den Armbändern und Aufklebern auch die Sicherheitswesten der Kamapgne „Frauen Sicher Unterwegs“ bei uns in der Heisstraße 9 abholen. Frauen, die eins der Erkennungszeichen tragen, signalisieren damit, dass sie für andere Frauen ansprechbar sind. Die Kampagne steht für die Unterstützung und Solidarität von Frauen untereinander und stärkt das Sicherheitsgefühl. Als Nebeneffekt tragen die reflektierenden Erkennungszeichen auch zu einer besseren Sichtbarkeit im Straßenverkehr bei.

Artikel in der WN

Am Samstag ist in der WN ein Artikel über unsere Kampagne „Frauen sicher unterwegs“ erschienen. Seit den Ausschreitungen am Aasee in den letzten Wochen haben sich vermehrt Frauen an uns gewandt, die in diesem Zusammenhang Opfer von sexualisierter Gewalt und Belästigung geworden sind. Mit der Kampagne „Frauen sicher unterwegs“ möchten wir das Sicherheitsgefühl von Frauen und die Solidarität untereinander stärken.

Päckchen

Auch am Wochenende könnt ihr die Päckchen mit den Materialien zu unserer Kampagne „Frauen sicher unterwegs“ bei uns abholen. Außerdem gibt es sie in folgenden Geschäften: @lieblingsstueckems @vielfachglueck @velofaktur_muenster @lilaleeze @traixcycles @fahrradxxlhuerter @zweirad_matzinke @drahtesel_muenster @anna_krueckmann_haus Bike&More Radschlag Velodrom

Nachschub ist da

Ab sofort können die Armbänder wieder bei uns abgeholt werden. Montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr. Unsere Kampagne „Frauen sicher unterwegs“ geht in die nächtse Runde. Mit refklektierenden Aufklebern fürs Fahrrad könnt ihr Teil der Kampagne werden. Wenn ihr den Aufkleber an euer Fahrrad anbringt, signalisiert ihr damit, dass ihr für andere Frauen ansprechbar seid und ihr z. B. gemeinsam ein Stück mit dem Fahrrad fahren könnt. Die Kampagne steht für Solidarität von Frauen untereinander und die Stärkung des Sicherheitsgefühls von Frauen, die im öffentlichen Raum unterwegs sind. Ihr könnt die Aufkleber ab sofort bei uns in der Beratungsstelle kontaktlos abholen. Montags bis donnerstags von 12-16 Uhr und freitags von 10-12 Uhr. Außerdem machen wieder einzelne Fahrradgeschäfte und Werkstätten mit wie z. B. @lilaleeze

Be­ra­tungs­stel­le Frauen-Notruf Münster

Die Beratungsstelle Frauen-Notruf Münster e.V. ist eine Fachberatungsstelle bei sexualisierter Gewalt. Weitere Informationen zu unseren Angeboten finden Sie auf unserer Webseite.

Kontakt

Sie haben Fragen zur Kampagne?

Dann melden Sie sich gerne bei der

Beratungsstelle Frauen-Notruf Münster e. V.

0251 / 34443